Erwartungsgemäß verlieren die Handballer der VTZ ihr Heimspiel gegen die Sportfreunde Budenheim. Trotz der 25:30 (13:18) Heimniederlage zeigen sie aber insgesamt eine spielerisch und kämpferisch gute Leistung. Der Tabellenzweite aus Budenheim verstand es jedoch jeden kleinen Fehler eiskalt zu bestrafen und immer dann eine Schippe drauf zu legen, wenn es drauf ankam. So konnten die Gäste die zwei Punkte aus Zweibrücken entführen, ohne dabei zu brillieren, und vorübergehend die Tabellenführung in der Oberliga-RPS übernehmen. Bester Zweibrücker Werfer war Moritz Baumgart mit sieben Treffern.

„Gegen so eine Mannschaft ist das sehr schwer, aber die Jungs haben das gut gemacht. Vielleicht hätten wir sie, wenn wir unsere Chancen besser genutzt hätten, noch etwas mehr ärgern können“, sagte VTZ Marek Galla nach der Partie. Das macht es vor allem deswegen bitter, weil seine Mannschaft für den Torerfolg hart arbeiten muss. „Wir haben keinen Shooter, der mal aus der Entfernung einfache Tore macht und uns dadurch mehr Optionen gibt. Deswegen müssen wir mit unseren Spielern im Angriff sehr viel investieren und die gegnerische Abwehr in Bewegung bringen“, so Galla. Das ist ihnen gegen den Tabellenzweiten gut gelungen. Sie haben recht geduldig und ruhig ihre Angriffe vorbereitet. Vor allem das „Moritz-Duo“, bestehend aus Moritz Michel und Moritz Baumgart, ergänzte sich gut und suchte geduldig die Chance. Beide initierten viel gute Angriffe der Rosenstädter, oder schlossen selbst ab. „Kompliment an die VTZ für diese Leistung. Sie haben lange und ruhige Angriffe vorgetragen und so ihre Chance gesucht. Für uns war es ein Pflichtsieg, bei dem wir uns selbst das Leben etwas schwer gemacht haben“, sagte SFB Co-Trainer Philipp Becker nach der Partie. Er monierte, dass in manchen Phasen etwas die Konsequenz gefehlt hätte, erklärt es aber auch damit, dass sie einige angeschlagene Spieler schon vor der Partie hatten und während des Spiels sich weiter dazugesellten. Insgesamt war er mit der Leistung seiner Truppe aber einverstanden.

Zu Beginn der Partie konnten die Zweibrücker diese noch offen halten. Immer wieder legten sie vor und waren dem Favoriten aus Budenheim ebenbürtig. Die Abwehr stand solide und im eigenen Angriff agierten sie sehr überlegt und ruhig. In der 10. Minute führten die Hausherren nicht unverdient mit 5:3. Doch die Gäste, die etwas länger gebraucht haben um in das Spiel zu finden, wurden jetzt immer stärker. Co-Trainer Becker nahm zusätzlich in der Abwehr noch den entscheidenden Schachzug vor. Er beorderte seine 5:1-Deckung zurück in die 6:0, die die Saarpfälzer unmittelbar vor große Probleme stellte. Jetzt häuften sich die Fehler und Fehlwürfe, die die Gäste in ihrer unnachahmlichen Art direkt bestraften. Blitzschnell wurden die Angriffe nach vorne getragen und zumeist sehr souverän verwandelt. Ein Glück, das Torhüter Norman Dentzer in dieser Phase noch den einen oder anderen Ball entschärfen konnte. Als VTZ-Coach Marek Galla seine erste Auszeit nahm waren etwas mehr als 18 Minuten gespielt und die Gäste führten mit 7:9. Die Gäste waren den Zweibrückern jetzt in allen Punkten überlegen, doch die VTZ ließ nicht locker. Auch wenn der Rückstand kurz vor Ende der der ersten Halbzeit auf 10:15 anwuchs, hörte man dennoch beständig die gegenseitige Aufmunterung, dass noch etwas drin sei. Beim Stand von 13:18 wurden die Seiten gewechselt.

In der zweiten Hälfte konnte sich der Favorit nach einem Doppelschlag des guten Maximilian Grethen zwar zunächst auf 13:20 sogar absetzen, doch wieder kam der Tabellenletzte zurück und zwang beim Stand von 18:22 die Gäste in die Auszeit. Wenig später hatten die Hausherren den Rückstand sogar auf 20:23 verkürzt, doch für mehr sollte es nicht reichen. Es lief dann wie so oft in dieser Saison. Erst hatte man kein Glück und dann kam auch noch Pech hinzu. Am Ende gewinnt der Tabellenzweite hochverdient und ungefährdet mit 25:30. Auf Zweibrücker Seite muss man sich aber nach der gezeigten Leistung auch nicht verstecken.

Was am gestrigen Abend zu merken war, dass die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigt, wenn sie weniger Druck verspürt. Auch innerhalb der Mannschaft ist das aufgefallen. Vielleicht gehen sie selbst und viele von außen auch in diesem Punkt zu hart mit ihnen ins Gericht. Ja, gestern war der Auftritt ein anderer als in der Woche zuvor. Aber die Fehler waren kaum andere. Auch gestern war es vor allem mangelhafte Chancenverwertung, die ein besseres Ergebnis verhindert. Die Unterschiede waren die eine oder andere Änderung von Marek Galla mit Blick auf die Taktik und Aufstellung, als auch eben das, dass man es geschafft hat disziplinierter aufzutreten. Daran gilt es in den kommenden Wochen anzuknüpfen und weiter zu festigen.

Für die VTZ spielten:

Norman Dentzer (1-30, 5 Paraden), Pascal Glöckner (31-60, 3 Paraden) im Tor, Moritz Baumgart 7/4, Robin von Lauppert 3/2, Dominik Rifel 3, Abderrahmane Belhadi 3, Tobias Stauch 3, Tomas Kraucevicius 2, Marian Graff 1, Dirk Buchheit 1, Moritz Michel 1, Marcel Groß 1, Hendrik Rolshausen

 

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