Das Warten auf den dritten Saisonsieg geht in die nächste Runde. Auch im Heimspiel gegen den HV Vallendar können die Jungs der VTZ Saarpfalz die Negativserie nicht unterbrechen und verlieren mit 19:27 (10:12). Nach einer weitestgehend soliden ersten Hälfte, setzen sich die favorisierten Vallendarer in der zweiten Halbzeit immer weiter ab und gewinnen am Ende auch in der Höhe verdient. Aber es gab auch gute Neuigkeiten. Ex-VTler, Raimonds Trifanovs, hat sich bereit erklärt bis Jahresende zu unterstützen. Bester Zweibrücker Werfer war Rückraumspieler Robin von Lauppert mit fünf Treffern.

„Wir waren zu statisch von hinten heraus. Eigentlich war der Plan mehr Gas zu geben. Im Angriff hat uns schlussendlich einfach die Durchschlagskraft gefehlt“, sagte ein nachdenklicher VTZ-Coach Philip Wiese nach der Partie.  Besonders in der zweiten Hälfte fanden sie kaum noch Lösungen gegen die sehr gute 5:1-Deckung der Gäste aus Vallendar. Die Folge war, dass man sich zu viele Ballverluste einhandelte und so es nie schaffte den HVV ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Dabei machte sich vor Partie durchaus ein gewisser Optimismus breit. Man hatte sich gut vorbereitet und konnte den Kader zudem im Rückraum verstärken. Der ehemalige VTZ-Rückraumspieler, Raimonds Trifanovs, hatte sich bereit erklärt, seinem ehemaligen Verein bis zum Jahresende zu helfen. Damit reagierte man auf den schmerzhaften Ausfall von Tomas Kraucevicius und Moritz Baumgart. Der mittlerweile in Karlsruhe wohnende ehemalige lettische Nationalspieler wurde von seinem ehemaligen Mitspieler und jetzige VTZ-Trainer, Philip Wiese, kontaktiert. Nachdem er aber über ein Jahr kein Handball mehr gespielt hatte und auch erst wenige Einheiten mit der Mannschaft hatte, merkte man ihm an, dass er der Mannschaft mit seiner Erfahrung helfen kann, ihm aber noch die Bindung zum Zweibrücker Spiel fehle.

Von Anfang an merkte man, dass beide Mannschaften viel Wert auf die Abwehrarbeit legen würden. Beide Teams zeigten sich kompromisslos in der Defensive und ließen nur wenig zu. Die VTZ erwischte keinen schlechten Start in die Partie. Zu Beginn der Partie lag sie gleich mehrfach in Front, doch die Gäste aus Vallendar konnten immer wieder ausgleichen. Der HVV baute seine Angriffe mit sehr viel Ruhe durchdacht auf und hatte in Kalani Schmidt einen sehr auffälligen Rückraumspieler, der nicht nur als Torschütze, sondern auch Vorlagegeber mehr oder weniger die ganze Partie über von der VTZ-Deckung kaum in den Griff zu kriegen war. Als die Mannschaft von HVV-Trainer, Veit Waldgenbach, das erste Mal in Führung ging (3:4, 10.), hatte Schmidt alle vier Treffer erzielt. Die Partie blieb auch in der Folge eng und keine der beiden Mannschaften konnte sich mal auf zwei Tore oder mehr absetzen. In der 16. Spielminute wurde dann Trifanovs eingewechselt. Direkt im ersten Angriff konnte er sein erstes Tor zum 7:6 beisteuern. Aus VTZ-Sicht sollte das leider der einzige Treffer des sympathischen Familienvaters bleiben. Es blieb eine vor allem von den Abwehrreihen dominierte Partie. Die Gäste hatten vor allem in Schmidt, aber auch Kreisläufer Oliver Lohner, ihre auffälligsten Akteure. Lohner, seit Jahren einer der besten Krausläufer der Liga, wurde vermehrt gesucht und gefunden. Fünf Minuten vor dem Ende der ersten Hälfte schafften es die Gäste das erste Mal sich auf zwei Tore abzusetzen (9:11, 25.). Diesen Vorsprung konnten sie dann auch bis zur Halbzeit verteidigen.

In der zweiten Hälfte dann zunächst das gleiche Bild. Erneut war Schmidt derjenige, der Dreh- und Angelpunkt im HVV-Spiel war, der die Partie an sich riss. Nach seinem Doppelpack führten die Gäste in der 33. Minute bereits 10:14. Die VTZ wehrte sich nach Kräften, fand aber mit zunehmender Spieldauer immer schwerer die Lücken in der guten Gäste-Deckung. Nach dem zwischenzeitlichen 14:16 (40.) waren es erneut die starken Schmidt und Lohner, die ihrer Mannschaft ein beruhigendes Polster verschafften. Beim Stand von 14:18 in der 42. Spielminute nahmen die Hausherren eine Auszeit, die so etwas wie der Beginn vom Ende war. Anstatt zur großen Aufholjagd anzusetzen kam es genau umgekehrt. In der 50. Minute erhöhten die Gäste vorentscheidend auf 15:22. Am Ende gewannen sie ihr Gastspiel in Zweibrücken auch in der Höhe verdient mit 19:27.

Nächste Woche sind die Zweibrücker spielfrei. Vielleicht kommt diese Pause ihnen ganz gelegen. In einer mental so schwierigen Phase kann eine kurze Pause durchaus den Kopf frei machen. Dennoch gilt es die bisherige Lage schonungslos zu analysieren. Nach jetzt einem Drittel der Saison, steht man nicht da, wo man es sich erhofft hat. Es ist aber noch mehr als genug Zeit das Ruder rumzureißen. Auch letzte Saison hatte man sich in der Hinrunde lange Zeit gequält, um am Ende mit einer tollen Serie das Blatt zu wenden. Diesen Geist gilt es in den kommenden 14 Tagen zu beschwören. Dann kann die VTZ unter Umständen im Derby bei der HF Illtal für eine Überraschung sorgen und beide Punkte aus Eppelborn entführen.

Für die VTZ spielten:

Norman Dentzer (1-41, 6 Paraden), Pascal Glöckner (42-60, 1 Parade) im Tor, Robin von Lauppert 5, Abderrahmane Belhadi 4/2, Hendrik Rolshausen 3/3, Julian Kreis 2, Dominik Rifel 2, Marian Graff 1, Moritz Michel 1, Raimonds Trifanovs 1, Dennis Bernt, Dirk Buchheit, Marcel Groß, Tobias Stauch

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