Die Handballer der VTZ feiern den zweiten Sieg in Folge. Auch gegen die HSG Worms können sie über weite Strecken überzeugen und gewinnen am Ende klar und verdient mit 29:22 (14:11). Nach der Partie zeigte man sich vor allem mit der eigenen Abwehrleistung zufrieden, um aber nur wenig später den Fokus bereits auf das anstehende Derby gegen den SV64 zu richten. Erneut bester Werfer war Abderrahmane Belhadi mit zehn Treffern, vier davon per Siebenmeter.

„Wir hatten heute eine wirklich sehr gute Abwehr“, sagte VTZ-Torhüter Norman Dentzer, der selbst eine ganz starke Partie zeigte und nicht weniger als 15 Bälle entschärfen konnte. Sein Coach Kai Schumann sah es ganz ähnlich und ergänzte, dass er ab 13:8 nicht mehr das Gefühl hatte, dass sie die Partie noch hergeben würden. Des einen Freud, des anderen Leid. Während die VTZ sich mit dem zweiten Sieg in Folge auf den zehnten Rang der Oberliga-RPS hochgearbeitet hat, bleibt die HSG Worms das einzige punktlose Team und damit Tabellenletzter. Jedoch befinden sich die Wormser in keiner einfachen Situation, denn sie hatten ein mehr als schweres Auftaktprogramm mit Homburg, Bingen und den beiden Zweibrücker Teams. Zu allem Überfluss verloren sie noch ihren besten Torschützen und Kapitän, Luca Steinführer, nach dem zweiten Spieltag an Drittligisten TuS Dansenberg. „Wir wussten, auch noch vom vergangenen Jahr, dass es ganz schwer werden würde in Zweibrücken. Leider haben wir uns zu viele technische Fehler erlaubt und hatten irgendwann auch viel zu wenig Mut um aufs Tor zu werfen“, erklärte HSG-Coach Marco Tremmel. Er verwies auch darauf, dass man eben viele junge Spieler hätte, die sich erst noch an die Oberliga gewöhnen müssten, aber man jetzt einfach weiterarbeiten müsse.

Beide Mannschaften hatten vor der Partie einige Ausfälle zu verkraften. Die Hausherren aus der Rosenstadt fanden aber besser in die Partie. Die beiden ersten Tore der Partie markierte VTZ-Rechtsaußen Dennis Bernt und beiden fielen nach dem gleichen Muster. Die Zweibrücker Deckung stand und eroberte die Bälle. Gleich zwei Mal war es Torhüter Norman Dentzer, der mit ganz starken Pässen seinen Rechtsaußen auf die Reise schickte. Bernt verwandelte beide Chancen eiskalt. Fast vier Minuten dauerte es, ehe die Gäste den ersten eigenen Treffer bejubeln konnten und auf 2:1 verkürzten. Die VTZ hielt in der Folge die Führung, doch die Nibelungenstädter spielten in dieser Phase ebenfalls sehr gefällig auf. Vor allem das Rückraumduo Jan Felix Zentgraf und Tim Knobel bekamen die Gastgeber zunächst nicht in den Griff. Zentgraf initiierte viele gute Aktionen seiner Mannschaft und Tim Knobel schloss mit einem Kracher nach dem anderen ab. Bis zum 7:6 in der 14. Minute waren die beiden Teams auf Augenhöhe. Die folgenden fünf Minuten gehörten dann allerdings der VTZ, die angetrieben von Belhadi, sich auf 11:6 absetzen konnte. Bis zum 13:8 in der 23. Minute war es eine starke Leistung. In den Schlussminuten der ersten Hälfte wurde es dann aber so richtig wild. Auf beiden Seiten häuften sich die technischen Fehler und Fehlwürfe. Mehrere gute Gegenstoßchancen ließen die Hausherren ungenutzt und anstatt mit fünf, sechs, vielleicht sogar sieben Toren davonzuziehen, ging es mit einer 14:11-Führung die Halbzeit.

Zu Beginn der zweiten Hälfte konnten die Gäste sogar zwei Mal den Rückstand auf zwei Tore verkürzen, doch für mehr sollte es nicht reichen. Die Zweibrücker Deckung stand jetzt bombenfest und eroberte einen Ball nach dem anderen. Mit viel Tempo ging es nach vorne, wo die ihnen sich bietenden Chancen eiskalt genutzt wurde. Spätestens nach dem 22:14 durch Tomas Kraucevicius in der 44. Minute war die Partie entschieden. Bei den Gästen aus Worms verletzten sich zudem in dieser Phase Rückraumspieler Tim Knobel wodurch sich die Optionen von Marco Tremmel deutlich verringerten. Danach wurde die Partie wieder etwas wilder und beide Teams leisteten sich viele Fehler. Aus Zweibrücker Sicht kann man aber festhalten, dass der Einsatz und Wille der ganzen Mannschaft über die komplette Spielzeit mehr als gegeben war. So eroberte beispielsweise Belhadi nach einem verworfenen Gegenstoß den Ball in der Abwehr postwendend zurück oder auch Robin von Lauppert, der einen an sich gut getimten Gegenstoßpass ablief. Wie hoch die Zweibrücker Überlegenheit war, sieht man nicht zuletzt an der Statistik, denn trotz guter Leistung, haben die Jungs von Kai Schumann und Philip Wiese sich insgesamt 16 technische Fehler und 14 Fehlwürfe geleistet. Am deutlichen 29:22-Heimsieg hat aber auch dies nichts geändert.

„Wir haben jetzt die zwei Pflichtaufgaben zuhause geschafft. Jetzt geht alles in Richtung Derby“, richtet Dentzer unmittelbar nach der Partie den Blick aufs kommende Wochenende. Am kommenden Samstag sind sie zu Gast beim SV64 Zweibrücken, der mit vier Siegen nach vier Spielen den optimalen Start hingelegt hat. Die VTZ geht als Underdog in die Partie und will den Favoriten so lange es geht ärgern. Sie dürfen durchaus aber mit breiter Brust in die Partie gehen, denn in den beiden letzten Spielen haben sie gezeigt, dass sie als Mannschaft eine tolle Entwicklung genommen haben. Wichtig wird es sein vor allem die eigenen Schwächephasen so kurz wie möglich zu halten.

(Rechtsaußen Dennis Bernt beim Wurf)

Für die VTZ spielten:

Norman Dentzer (1-52, 15 Paraden davon ein Siebenmeter), Pascal Glöckner (53-60, 2 Paraden) im Tor, Abdou Belhadi 10/4, Dennis Bernt 4, Moritz Baumgart 4, Tomas Kraucevicius 3, Robin von Lauppert 2, Moritz Michel 2, Dominik Rifel 2, Julian Kreis 1, Dirk Buchheit 1, Marcel Groß, Tobias Stauch

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