Die VTZ Saarpfalz verliert denkbar knapp mit 25:24 (12:12) beim Tabellendritten. Gegen den TuS Dansenberg II liefern die Jungs von Kai Schumann und Philip Wiese eine starke Partie ab und sind dem Favoriten trotz stark dezimierten Kaders ebenbürtig. Bester Werfer der Partie war VTZ Rückraumspieler Robin von Lauppert, der an alter Wirkungsstätte elf Tore erzielen konnte.

„Hätte man uns vor der Partie gesagt, dass wir beim Dritten der Oberliga-RPS mit einem Tor verlieren, hätten wir das nicht geglaubt. Am Ende wäre ein Punkt sicherlich verdient gewesen“, äußert sich VTZ-Coach Kai Schumann nach der Partie. Mit lediglich acht Feldspielern waren die Rosenstädter zu ihrem Auswärtsspiel aufgebrochen. Am schwersten wog der Ausfall von Tomas Kraucevicius. Der erfahrene Rückraumspieler ist als erfolgreichster Torschütze nicht nur im Angriff gesetzt, sondern auch in der Abwehr ein wichtiger Faktor im Zweibrücker Spiel. Den Part von Kraucevicius im rechten Rückraum übernahm Thomas Jung, während Moritz Michel auf Mitte das Vertrauen geschenkt bekam. „Die Einstellung der Jungs war gut. Sie haben gefightet und haben die taktischen Vorgaben größtenteils gut umgesetzt“, fand Schumann lobende Worte für den Auftritt seiner Mannschaft. In der Abwehr überraschten die Zweibrücker mit einer neuen Deckungsvariante und nicht der gewohnten 6:0-Abwehr. „Wir haben eine offensive 5:1-Deckung gespielt um den Spielfluss auf der linken Seite zu unterbinden. Das hat auch hervorragend geklappt“, so Schumann. Was allerdings nicht ganz so funktioniert hat, war es die Kreise von Ex-VTZler Alexey Wetz einzuengen bzw. ihn im 1-gegen-1 zu stellen. Wetz war mit sechs Treffern bester Werfer der Gastgeber. VTZ-Trainer Schumann ordnet ein: „Problem war hier die Kraft, da wir kaum Wechselmöglichkeiten hatten.“ Als Beispiel nennt er Kreisläufer Julian Kreis, der diese Woche nicht mittrainieren konnte und als einziger Kreisläufer 60 Minuten durchbrummen musste. Dass ihn dann irgendwann die Kräfte verlassen ist zu erwarten.

Den besseren Start in die Partie erwischen die vor Selbstvertrauen strotzenden Hausherren. Die VTZ hat gerade im Angriff große Probleme zu Beginn der Partie. Als der erfahrene Tobias Stauch den ersten VTZ-Treffer erzielt steht es 2:1 und es sind schon fast sechs Minuten gespielt. Nach etwas mehr als 13 Minuten führen die Gastgeber bereits mit 6:3 und in der 19. Minute mit 8:4. Die Gäste aus der Rosenstadt lassen sich davon aber keineswegs beeindrucken. Vor allem Ex-Dansenberger Robin von Lauppert dreht jetzt so richtig auf. Bis zum Halbzeitpfiff erzielt er in den verbliebenen elf Spielminuten noch fünf Treffer. Insgesamt zeigt von Lauppert nach zunächst nervösem Beginn eine starke Leistung. Sein Trainer freut sich über die gute Entwicklung des jungen Kraftpakets im Rückraum. Drei Mal von Lauppert und einmal Stauch in knapp drei Minuten und die VTZ hat in der 22. Minute die Partie wieder auf null gestellt (8:8). In einer Partie auf Augenhöhe wechselt die Führung jetzt ständig hin und her. Zur Halbzeit trennen sich beide Mannschaften bei einem Stand von 12:12.

(Robin von Lauppert beim Wurf)

Zu Beginn der zweiten Hälfte ist es auf Seiten des TuS Dansenberg II vor allem Wetz, der sich jetzt in Fokus spielt. Mit vier Treffern in Folge hält er seine Mannschaft im Spiel. Doch auch er kann nicht verhindern, dass die Gäste aus Zweibrücken in der 37. Minute mit 15:16 in Führung gehen. Dann aber folgt eine fünfminütige Schwächephase der Gäste, die in der 43. Minute nach vier Gegentreffern in Folge auf einmal mit 19:16 in Rückstand liegen. Das Zweibrücker Trainerduo reagiert postwendend und nimmt eine Auszeit. Besser wird es zunächst nicht, denn der Tabellendritte kann seinen Vorsprung weiter ausbauen auf 21:17 (46.). Doch erneut lassen sich die Saarpfälzer nicht hängen und kämpfen sich zurück in die Partie. Zunächst verkürzen sie den Rückstand auf zwei Treffer. Diesen Vorsprung können die Gastgeber bis in die 56. Minute verteidigen (24:22). Nach einem Doppelschlag der Rosenstädter ist die Partie urplötzlich wieder vollkommen offen (24:24, 58.). Die Mannschaft von TuS-Trainer Sebastian Wächter hat aber die passende Antwort parat und geht erneut in Führung mit 25:24. Zu diesem Zeitpunkt sind noch über zwei Minuten zu spielen, doch, da beiden Mannschaften kein weiterer Treffer mehr gelingt, war das 25:24 durch Pascal Theuer gleichzeitig der Siegtreffer für die Gastgeber. Schumann, der sich mit Kritik an den Schiedsrichtern eher zurückhält, moniert nach der Partie, dass die eine oder andere Entscheidung der Schiedsrichter gegen Ende der Partie nicht ausgewogen war und ihnen das Leben schwer gemacht hat. „Die rote Karte gegen Thomas Jung war meiner Meinung nach keine. Zwei Minuten Zeitstrafe wäre für mich in Ordnung gewesen“, so Schumann.

Lange Durchschnaufen und analysieren ist im Januar für die Zweibrücker nicht drin. In den kommenden zwei Wochen stehen nicht weniger als vier Partien auf dem Programm. Am Donnerstag treffen sie im Pokal auf die HF Illtal. Sonntag empfangen sie zuhause den verlustpunktfreien VTV Mundenheim, der einsam von der Spitze grüßt. Auch die Woche darauf stehen gleich zwei Partien an einem Wochenende auf dem Plan. Bleibt zu hoffen, dass sie von Verletzungen und Ausfällen verschont bleiben.

Für die VTZ spielten:

Norman Dentzer, Yannic Klöckner im Tor; Robin von Lauppert 11/3, Julian Kreis 4, Tobias Stauch 4, Thomas Jung 3, Hendrik Rolshausen 2, Kevin Hauck, Moritz Michel, Jannick Flockerzi

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