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Liveticker TV Offenbach gegen VTZ Saarpfalz am 10.09.2017 ab 18:00 Uhr

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Besser hätten die Handballer der VTZ wohl kaum in die neue Oberligasaison starten können. Im Heimspiel gegen den TV Mülheim präsentierte sich die Truppe von Danijel Grgic in erstaunlich starker Frühform und fegte die überforderten Gäste mit 35:24 (18:10) aus der Halle. Aus einer mannschaftlich geschlossenen und ganz starken Leistung ragte Rückraumspieler Tomas Kraucevicius heraus, der ein nahezu perfektes Spiel auf die Platte brachte.

(Die Mannschaft bedankt sich brav beim Publikum für die Unterstützung)

„Gerade die Leistung in den ersten 30 Minuten hat mich sehr stolz gemacht. Wir haben uns kaum Fehler erlaubt und hatten eine tolle Abwehr mit einem starken Torhüter dahinter“, fasste Grgic treffend die erste Halbzeit zusammen. In der Tat legten die Rosenstädter einen furiosen Start in die Saison hin, woran auch der 15 Minuten späteren Anpfiff nichts ändern sollte. Der TV Mülheim hatte bei der Anreise einige Schwierigkeiten weswegen sich alle Beteiligten entschlossen den Anwurf zu verschieben. „Ich möchte der VTZ meinen Dank aussprechen, dass sie dem späteren Anpfiff zugestimmt haben. Die Niederlage ist für mich eindeutig zu hoch. Wenn man bei der VTZ auswärts etwas mitnehmen will, muss alles klappen und wir müssen hier an unserem Maximum spielen. Leider sind heute gerade unsere Leistungsträger ausgefallen“, fasste ein sichtlich geknickter TVM-Trainer, Hilmar Bjarnason, den Auftritt seiner Mannschaft zusammen und ergänzte: „Wir haben jetzt drei Heimspiele in Folge und müssen schauen, dass wir erst mal wieder zuhause unsere Leistung bringen.“

Die Mannschaft von Danijel Grgic legte los wie die Feuerwehr. In der Abwehr aggressiv und mit hoher Intensität, im Angriff zielstrebig in schnörkellos. Nach gerade mal neun gespielten Minuten sah sich Gästecoach Bjarnason bereits gezwungen seine erste Auszeit zu nehmen. Da stand es bereits 6:1 für die VTZ, die über die Rückraumachse Mokris, Wiese und Kraucevicius für enorm viel Druck sorgte. Auch in der Folge bliebt die VTZ die weiterhin klar tonangebende Mannschaft und wusste vor allem die Mülheimer Ausnahmespieler Zerwas und Vogt nahezu vollständig aus dem Spiel zu nehmen. Zum Ende der ersten Halbzeit hatte das sonst so torgefährliche Duo insgesamt zwei Treffer erzielt – beides Siebenmeter. Gerade in der Defensive beeindruckten die Zweibrücker nicht nur den Gegner sondern auch das Publikum. Immer wieder gelang es ihnen Bälle zu erobern, die über die erste und zweite Welle in Tore umgemünzt werden konnten. Vor allem mit Kapitän Philip Wiese hatten die Gäste aus Mülheim so ihre Probleme, der im Angriff wie in der Abwehr aus einer insgesamt sehr starken Mannschaftsleistung noch herausragte. Zudem hatte die VTZ noch in Torhüter Yannic Klöckner einen bärenstarken Rückhalt, der im Laufe der Partie drei von fünf Siebenmetern entschärfen konnte. Über 9:3 und 14:4 ging es mit einer 18:10-Führung für die Gastgeber in die Pause.

Zu Beginn der zweiten Hälfte genehmigten sich die Zweibrücker allerdings eine kleine Auszeit, die der TVM wusste um den Rückstand in der 37. Spielminute auf 20:15 zu verkürzen. „Der Start in die zweite Hälfte war etwas schleppend, aber die Mannschaft hat sich schnell wieder gefangen“, sagte Grgic. Nachdem Kapitän Philip Wiese jetzt etwas das Wurfglück verlassen hatte, konnte sich Trainer Grgic aber immer noch auf dem ganz starken Tomas Kraucevicius verlassen, der eine fast perfekte Partie ablieferte und gerade in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit ein Tor nach dem anderen erzielte. Vier der ersten fünf Treffer in Hälfte zwei gingen auf sein Konto. In der Folge drehte auch Alexey Wetz im Rückraum so richtig auf und erzielte sechs seiner insgesamt acht Treffer alleine in der zweiten Halbzeit. So schnell die Hoffnung bei den Gästen aufflackerte, so schnell erlosch sie auch wieder. Spätestens als in der 47. Spielminute Wetz mit seinem Treffer auf 28:18 erhöhte, war die Partie nun endgültig entschieden. Am Ende stand ein nie gefährdeter und hochverdienter 35:24 für die VTZ zu Buche.

„Vor dem ersten Saisonspiel hat man immer etwas Lampenfieber, was ja völlig normal ist. Um ehrlich zu sein, hatte ich vor dem Spiel gar kein so gutes Gefühl. Aber die Jungs haben das super gemacht und ich bin sehr stolz auf diese Leistung. Auch wenn wir jetzt so klar gewonnen haben, darf man dennoch nicht vergessen, dass Mülheim keineswegs ein einfacher Gegner ist. Sie werden mit Sicherheit noch für einige Überraschungen sorgen“, sagte Grgic bei der anschließenden Pressekonferenz. Dieser Erfolg sollte für die kommenden Spiele weiter Auftrieb geben, denn das Programm wird keineswegs leichter. Am Sonntag reisen die Zweibrücker zum Aufsteiger TV Offenbach, der am ersten Spieltag direkt zu überraschen wusste und auswärts beim TV Bitburg siegen konnte. Eine Woche danach empfangen sie dann die Sportfreunde aus Budenheim die zum erweiterten Favoritenkreis der Oberliga-RPS zu zählen sind.

Für die VTZ spielten:

Yannic Klöckner (11/3 Paraden), Rouven Latz (2 Paraden) im Tor, Tomas Kraucevicius 11/3, Alexey Wetz 8, Philip Wiese 6, Moritz Baumgart 3, Wladislaw Kurotschkin 3, Martin Mokris 3, Tobias Stauch 1, Matthias Mohn, Dominik Rifel, Robin Schweitzer, Philipp Mägel

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