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Pfälzischer Merkur: Herr Galla, herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg in die Saarlandliga. Wie würden Sie jetzt rückblickend die Saison beschreiben?

Marek Galla: Danke. Ehrlich gesagt, habe ich schon früh in der Saison ein gutes Gefühl gehabt. Am Anfang standen zwar hinter dem Spielerkader noch einige Fragezeichen, gerade im Hinblick auf die große Zahl an Spielern für die erste und zweite Mannschaft, doch nach den ersten Vorbereitungsspielen war ich mir sicher, dass wir oben zumindest mal anklopfen können. Nach dem Heimsieg am ersten Spieltag gegen den späteren Meister, die HWE Homburg, war ich in meinem Glauben bestätigt und wusste, dass wir definitiv oben ein Wörtchen mitreden werden. Es hat sich früh herauskristallisiert, dass die Jungs einen enormen Teamgeist entwickelt haben, der sie von Sieg zu Sieg trug. Auch wenn die Arbeit nicht immer ganz einfach war, hat es mir dennoch viel Spaß gemacht, weil sich absolut jeder Spieler menschlich wie sportlich super eingebracht hat. Der Aufstieg ist der verdiente Lohn für eine tolle Saison.

Pfälzischer Merkur: Was erwarten Sie sich von der nächsten Saison bzw. wie stark sehen Sie die Saarlandliga?

Marek Galla: Die Saarlandliga ist eine gute Liga mit einem richtig guten Niveau. Ich habe diese Saison schon bisschen genutzt um mir ein paar Partien der Saarlandliga anzuschauen und muss sagen, dass ich Respekt habe vor dieser Klasse. Man muss nur bedenken, dass es dieses Jahr gleich drei Absteiger gab und von der Oberliga-RPS noch der HSV Merzig-Hilbringen hinzukommt. Auch Mitaufsteiger HWE Homburg wird denke ich eine gute Rolle von Anfang an in der Liga einnehmen können, womit das ganze Niveau der Liga sich nochmal steigern wird. Auch wenn sich der HSV Merzig-Hilbringen im Umbruch befindet, denke ich, dass sie dennoch oben ein Wörtchen mitreden werden. Die weiteren Favoriten der Liga sind der TV Niederwürzbach, die HSG Nordsaar aber auch der HC Dillingen/Diefflen.

Unser Ziel ist aber erst einmal ganz klar der Nichtabstieg, da man natürlich zunächst einmal sehen muss, mit welchem Kader wir antreten können. Hier kommt es dann wieder auf die Zusammenarbeit mit der ersten Mannschaft an, insbesondere mit Trainer Danijel Grgic. Aber egal welchen Kader wir am Ende auch haben, wird es dennoch sehr wichtig sein eine gute Vorbereitung zu absolvieren. Dementsprechend kommt es auch darauf an in jeder Einheit die Intensität hoch zu halten. Ich habe für diese Vorbereitung bewusst weniger Freundschaftsspiele angesetzt, weil ich doch einige Jungs habe, die beruflich sehr eingespannt sind. Mir ist es deswegen wichtiger bei wenigen Spielen alle zur Verfügung zu haben, als viele Spiele zu machen und dafür aber auf die halbe Mannschaft zu verzichten. Wie bei jedem anderen Aufsteiger auch, wird es bei uns vor allem darauf ankommen, dass wir uns, wie letzte Saison auch, als Mannschaft präsentieren. Dann bin ich mir auch sehr sicher, dass wir erneut hier und da überraschen können.

Pfälzischer Merkur: Wie wichtig war für Sie die Zusammenarbeit mit Danijel Grgic und der ersten Mannschaft?

Marek Galla: Das war ein ganz wichtiger Baustein für den Aufstieg. Der Zusammenhalt zwischen den beiden Mannschaften war überragend, was es dann auch einfach gemacht hat Spieler aus der ersten Mannschaft in unserer Truppe zu integrieren. Wir wissen natürlich auch, dass ohne die Hilfe aus der ersten Mannschaft der Aufstieg kaum zu realisieren gewesen wäre, aber dennoch bin ich mir auch sicher, dass alle eingesetzten Spieler immer viel Spaß hatten und vor allem auch von den Extraminuten bei uns profitiert haben. Ansonsten war die Arbeit mit Dado sehr positiv und für mich persönlich sehr interessant und lehrreich, gerade im Hinblick auf solche Elemente wie Trainingssteuerung und Spielleitung.

Pfälzischer Merkur: Was sehen Sie als die große Stärke Ihrer Mannschaft?

Marek Galla: Ganz klar, der Trainer. Nein, Spaß beiseite. Ich kann es kaum häufig genug erwähnen aber es war schlicht und ergreifend diese mannschaftliche Geschlossenheit und der Teamgeist, die alles möglich gemacht haben. Auch wenn wir viele sehr starke Einzelspieler haben, ist es dennoch nicht selbstverständlich auch in schwierigen Phasen so zusammen zu halten und verloren geglaubte Spiele zu drehen. Deswegen kann man hier auch die Nervenstärke anführen, da meine Jungs einige Partien erst in den letzten Minuten zu ihren Gunsten entschieden haben. Man merkte einfach die ganze Saison über, dass sich jeder Spieler hier sehr wohl und wie in einer großen Familie sehr geborgen fühlt. Dann kommt die Leistung von ganz alleine.

Pfälzischer Merkur: Logischer Weise kommt jetzt die Frage nach der Schwäche der Mannschaft. Trainer?

Marek Galla: Hahaha…vielleicht. Nun ja, wenn ich die Nervenstärke meiner Truppe als Stärke angebe, muss ich aber auch die Nachlässigkeiten als Schwäche nennen. Natürlich haben sie auf teilweise beindruckende Art und Weise Spiele in den letzten Minuten für sich entschieden, aber zuvor haben sie sich leider auch oft genug ohne Grund in eine brenzlige Situation gebracht. Hier hätte ich mir etwas mehr Konzentration über längere Phasen gewünscht. Da könnte man nach dem Spiel als Trainer auch ab und an mal an die Decke gehen, wenn man von seinen Spielern gesagt bekommt: „Das Spiel konnten wir nie verlieren.“

Pfälzischer Merkur: Trotzdem wird es ja nicht nur Höhepunkte wie den Sieg gegen die HWE gegeben haben. Was war für Sie der Tiefpunkt der Saison?

Marek Galla: Ganz ehrlich, in meinen Augen gab es keinen. Klar haben wir in der Fremde gleich drei Spiele verloren, aber das waren auch alles Niederlagen, gegen absolute Top-Teams. Da sind wir nicht so vermessen und ärgern uns noch über die sechs Verlustpunkte. An sich kommen mir nur viele tolle Momente in den Kopf, wenn ich an die zurückliegende Saison denke. Einen Tiefpunkt gab es für mich nicht.

Pfälzischer Merkur: Welcher Ihrer Jungs hat sich in Ihren Augen am besten weiterentwickelt bzw. wer hat Sie am meisten überrascht?

Marek Galla: Vorneweg erstmal haben sich alle Jungs toll entwickelt und ihren Teil zu diesem Erfolg beigetragen. Jeder Einzelne war da, wenn er gebraucht wurde und hat seine Aufgaben bravourös erledigt. Ganz wichtiger Faktor war aber über die komplette Runde Maximilian Hartz. Neben seinen überragenden Einzelfähigkeiten hat er sich aber auch immer mit vollem Einsatz in den Dienst der zweiten Mannschaft gestellt. Das ist vor allem deswegen so beeindruckend, da er ja für die erste Mannschaft geholt wurde, sich aber dennoch bei der zweiten Mannschaft niemals geschont und sich mit dem Ziel der Truppe von Anfang an identifiziert hat. Auch ganz wichtig, gerade für den Teamgeist, waren unsere beiden „Aggressive Leader“ Dominik Rauch und David Biehl. Neben ihren handballerischen Fähigkeiten haben sie sich vor allem durch ihre Führungsqualitäten immer wieder hervorgetan. Die größte Überraschung war aber an sich Torhüter Christian Ruppert. Nach der schweren Verletzung von Stammtorhüter Daniel Wenzel, konnten wir Ruppi für unsere zweite Mannschaft gewinnen und aus seiner Handballpause reißenaHH. Sportlich wie menschlich war das eine enorme Bereicherung für unsere Truppe, da er gemeinsam mit A-Jugendtorhüter Marc Leiner ein ganz starkes Torhüterduo bildete, das diesen Aufstieg mit ermöglicht hat.

Alles in allem haben aber absolut alle Jungs einen Schritt nach vorne gemacht und mich immer wieder sehr positiv überrascht. Deswegen schaue ich auch mit viel Vorfreude und Hoffnung auf die kommende Saison und denke, dass wir erneut unsere Ziele erreichen können und auch werden. 

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